Mitten in der Stadt Haßfurt liegt ein besonderer Ort der Stille und Einkehr: die Ritterkapelle St. Maria. Von außen beeindruckt sie mit ihren filigranen Formen der Spätgotik – und mit einem einzigartigen Wappenfries am Chor, der über 230 Wappenschilde fränkischer und schwäbischer Adelsfamilien zeigt.
Doch nicht nur die Architektur macht diesen Ort so besonders: Die Ritterkapelle ist eine der ältesten Wallfahrtskirchen des Bistums Würzburg. Sie wurde um 1430 erbaut – aus Dank, aus Glauben und als Zeichen der Hoffnung.
Wer sie betritt, spürt sofort: Hier ist ein Raum, in dem der Lärm der Stadt draußen bleibt. Das farbige Licht der Fenster, die alten Grabmäler, die ehrwürdigen Altäre – sie erzählen Geschichten vom Leben, vom Sterben, vom Vertrauen auf Gott. Besonders berührend ist das Grabmal des Ritters Hans von Schaumburg und seiner Frau Brigitta, das bis heute von tiefer Verbundenheit zeugt.
Ein Ort, um innezuhalten. Um zu beten. Oder einfach die Gedanken schweifen zu lassen.

