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Gott ist mittendrin

Manchmal wünschen wir uns einen Moment, der innerlich Ordnung schafft, der Ruhe bringt. Das Leben bietet, Gott sei Dank, verschiedene solcher Momente: Familienfeiern, gemeinsam gefeierte Sakramente, beginnend bei der Taufe, bis hin zu den Festen, die wir im (Kirchen-)Jahr feiern. Christsein für sich ermöglicht solche Momente und das auf gänzlich abgeklärter Ebene, nicht überschwänglich, nicht überlegen, sondern bei Allem mit der Zusage und Erfahrung, dass Gott uns nahe ist.

Gottes Gemeinschaft, die jedem mit der Taufe und auch schon davor zugesagt ist, bedeutet Wiederherstellung, Klarheit…immer wieder im Leben. Bereits Jesus lässt sich taufen, weil er mit uns den Weg neu geht und den Himmel öffnet – jetzt, nicht irgendwann.
Oft fühlt sich das Leben dennoch so an, als wäre der Himmel verschlossen.
Doch Gott sagt: „Ich bin da, auch im Dunkel.“ Die Taufe aber ebenso unsere Feste als Christen, sind Zeichen dieser Verbindung, die Gott auch in seinem Sohn uns 
widerspiegelt. 
Noch bevor Jesus wirkt, noch bevor wir uns im Leben beweisen können, sagt Gott: „Du bist geliebt.“ 
Unsere christlichen Feste sind mehr als Tradition – sie sind Gottes stete Zusage: „Du gehörst zu mir. Du bist mehr als dein Versagen oder deine Angst.“ Würde kommt vor Leistung, Liebe vor Beweis. Gott sagt: „Ich bin da. Geh deinen Weg – aber nicht allein.“ Wo Gott sich dazu stellt, öffnet sich der Himmel – auch im Alltag. Auch im Alltag der Unordnung, wo das Bedürfnis nach innerer Ordnung besteht.

Und so begleiten uns weitere christliche Feste durch das Jahr und unser Leben, ganz konkret in den kommenden Wochen:

  • Fasching erinnert daran, das Leben zu feiern, Freude zuzulassen und Gemeinschaft zu erleben. Es ist eine Zeit des ausgelassen Seins, bevor die ernste Zeit der Fastenzeit beginnt. Auch hier gilt: Gott ist mittendrin – im Lachen, in der Freude, im bunten Miteinander.

  • Die Kartage führen uns in die Tiefe des Glaubens. Es sind die Tage, an denen wir an das Leiden und Sterben Jesu denken. Karfreitag zeigt: Gott ist auch im Schmerz und in der Dunkelheit gegenwärtig. Die Botschaft bleibt: „Ich bin da, auch wenn alles schwer ist.“ Gerade in der Stille und im Leid hält Gott die Verbindung zu uns.

  • Ostern ist das Fest der Hoffnung und des Neuanfangs. Die Auferstehung Jesu macht deutlich: Das Leben siegt über den Tod, Licht über Dunkelheit. Ostern ist Gottes Zusage: „Du bist geliebt und das Leben geht weiter – mit neuer Kraft und neuer Perspektive.“ Der Himmel öffnet sich, und wir dürfen aufstehen, neu beginnen und voller Zuversicht weitergehen.

So sind die Taufe als Sakrament aber ebenso im Jahreslauf Fasching, Karfreitag und Ostern sowie alle weiteren Feste in unserem Kirchenkalender wie Stationen auf unserem Weg: Momente der Klarheit, der Freude, der Stille und der Hoffnung.
In all diesen Zeiten gilt: Gott ist da – mittendrin, bei uns, in unserem Alltag.

Andreas Hofer
Diakon im Zivilberuf
Mitarbeit in der PG Theres